[Bahnportrait] - [Bildergalerie] - [Downloads] - [Extras] - [Gästebuch] - [Informationen] - [Linkliste] - [Sitemap] - [Startseite | Impressum] - [Tipps zu EEP]


Sie sind hier:    Bahnportrait



Bahnportrait
[ET 420] - [ET 423]

ET 420 [nach oben]

Alternativtext

Hersteller Linke Hoffmann Busch
Bemerkung Spitzname "Olympiazug"
Anz. Wagen pro Einheit 3
Zusammenstellung <Steuerwagen><Mittelwagen><Steuerwagen>
Einsatzort Stuttgart, München, Frankfurt / Main, (Stockholm)
Einsatzgebiet S-Bahn
Farbgebung aktuell Rot
Farbgebung alt Weiß-Rot / Kiesgrau-Blau / Blau*
LüK** 1 Einheit 67.400 mm
    LüK Endwagen 23.300 mm
    LüK Mittelwagen 20.800 mm
Höchstgeschwindigkeit (Vmax) 120 km/h
Höhe 3.760 mm
Breite 3.080 mm
Spurbreite 1.435 mm (DB - Normalspur)
Dienstgewicht 139.800 kg
Produktionsjahre 1969 - 2001
* Stockholm ** Länge über Kupplung

Bis zum Jahr 2013 werden die Züge der Baureihe ET 420 in Stuttgart durch die Beschaffung des ET 430, einer Stuttgart-Modifikation (kürzer) des ET 422, abgelöst.
Alternativtext Beim ET 420 verfügen alle Türen über 2 Hebel (je einem pro Seite), mit denen sich die Türen öffnen lassen. Der Zugführer muss sich, anders als beim ET 423[1] vergewissern, dass alle Fahrgäste ein- / ausgestiegen sind, da der Zug nicht über eine Lichtschranke verfügt. Somit gibt es keine Türöffnung bei Hindernissen.
Alternativtext Die Sitze sind teilweise in alter, grüner, Farbgebung bezogen. Teilweise sind jedoch schon Züge mit modernen blauen Sitzbezügen unterwegs. Der ET 420 verfügt über keinen Durchgang innerhalb einer Einheit, darum befindet sich jeweils am Wagenende eine erhöhte Sitzplatzanzahl. Während der Fahrt hört man die Fahrgeräusche leider sehr laut. Nichts desto trotz ist der Zug unter Eisenbahnfreunden hochgeschätzt, ist er doch seit der Olympiade München 1972 ein zuverlässiges ÖPNV - Mittel.
Alternativtext Der Fahrkomfort im ET 420 ist leider nicht mit dem des ET 423 zu vergleichen. Umgekehrt jedoch fährt man im ET 420 in einem Stück Bahngeschichte, was beim umstrittenen ET 423 nicht so ist. Trotzdem sind die Fensternähte mit ihren Schrauben kein sehr schöner Anblick.
Die Decke des ET 420 ist über die gesamte Breite des Zuges leicht gewölbt. Die Beleuchtung wird meist an jeder zweiten Leuchte eingeschalten. Manche sind mit einem Glasschutz versehen, andere nicht.
Der Liniennetzplan wird, zumindest bei der S-Bahn Stuttgart, gut sichtbar über der Tür angebracht. Somit lassen sich einfach Umsteigemöglichkeiten ablesen und die Anzahl übriger Stationen bis zum Ziel.
Führerstand ET 420 Der Führerstand des ET 420 ist wesentlich unübersichtlicher als der des 423. Die Bedienelemente sind jedoch ähnlich aufgebaut.
[1] Die Lichtschranke etwas über Bodenhöhe des ET 423 bietet nicht genügend Sicherheit. Das EBA hat die Betriebsgenehmigung mit Lichtschranke automatischer TAV entzogen, bis ein Schrankengitter eingebaut ist, dass die gesamte Tür abdeckt. Solange diese Umrüstung läuft, ist die Schranke deaktiviert und der Zugführer muss sich vergewissern, dass die Türen frei sind.


ET 423 [nach oben]
Portrait ET 423

Hersteller Bombardier Transportation
Anz. Wagen pro Einheit 4
Zusammenstellung <St.Wagen><M.Wagen><M.Wagen><St.Wagen>
Einsatzort Stuttgart, München, Frankfurt, S-Bahn Rhein-Main
Einsatzgebiet S-Bahn
Farbgebung aktuell Rot
LüK eine Einheit 67.400 mm
    Länge Endwagen 17.840 mm
    Länge Mittelwagen 15.060 mm
Höchstgeschwindigkeit (Vmax) 140 km/h
Höhe 4.295 mm
Breite 3.020 mm
Spurbreite 1.435 mm (DB - Normalspur)
Eigengewicht 105.000 kg / 105 t

Der ET 423 verfügt über einen angenehmen, komfortablen und abgerundeten Innenraum. Fahrgeräusche sind nur leise zu hören. Als Sitzbezüge kommen nur die modernen blauen Sitzbezüge vor.
Im Gegensatz zum ET 420 besitzt der ET 423 eine Durchgangsmöglichkeit innerhalb einer Einheit. Die Sitzplätze sind höher gezogen und besser an den Körper angepasst als im ET 420. Die einzelnen Wagen einer Einheit sind mit einem Faltenbalg - Segment auf einem Jakobs - Drehgestell verbunden. Da das Drehgestell weit außen liegt, mussten die Wagen verkürzt werden, um die Angaben des Lichtraumprofils einzuhalten. Darum setzt sich eine Einheit bei gleicher Länge aus einem Wagen mehr zusammen (vgl. ET 420).

Jakobs - Drehgestelle finden ua. in folgenden Zügen Anwendung:
TGV - ET 422 - ET 424 - ET 425 - ET 426 - Thalys
Auch im ET 423 ist der Liniennetzplan (zumindest in Stuttgart) gut sichtbar über den Türen angebracht.
Die Türen werden über einen komfortablen Druckknopf geöffnet. Ein Druck genügt, und die Tür gleitet auf. Im Bild ist die Tür verschlossen, man kann sie nicht öffnen. Dies geht nur, wenn drei Lichter im Knopf aufleuchten.

Das TAV, das die Türe schließt, wenn sich innerhalb der Lichtschranke 3 Sekunden lang kein Hindernis mehr befindet, wurde aufgrund von Sicherheitsmängel deaktiviert. Das EBA entzog die Zulassung für Züge mit diesem System. Daher werden im Moment (voraussichtlich bis Anfang 2009) alle ET 423 mit einem Gitternetz über der Tür ausgerüstet, das die gesamte Türfläche abdeckt. Erst dann kann wieder mit TAV gefahren werden.

TAV = Technik-basierendes Abfertigungsverfahren
EBA = Eisenbahnbundesamt

Der ET 423 besitz ein sog. digitales FIS (=Fahrgastinformationssystem) an den Durchgängen sowie neben der Fahrertür. Folgende Beschriftungen werden (S-Bahn Stuttgart) angezeigt:

Linie               Ziel
Linie               <Nächster Halt:>
Linie               Nächste Haltestelle
Hier zu sehen der Führerstand der BR 423. Im Vergleich zu älteren Baureihen ist das Pult sehr aufgeräumt, modern gestaltet und funktional.

Einige Bedienelemente:

 - ganz links unten: Funk
 - mittlere Bildhöhe: Brems- und Geschwindigkeitsanzeigen

 - darunter: Geschwindigkeits- und Bremsregler
 - rechts daneben: Streckenplan mit nächsten Haltestellen etc.
 - darunter: Mikrophon für Zugdurchsagen
 - darunter: Türfreigabeschalter

 - rechts an der Tür: Mikrophon für äußere Lautsprecher